Einige Versicherungen für freiberufliche Steuerberater möchte ich Ihnen hier kurz näher bringen.

obligatorische  Berufshaftpflichtversicherung

Die Berufshaftpflichtversicherung ist für alle Steuerberater gesetzlich vorgeschrieben.

Kann diese Versicherung nicht nachgewiesen werden, wird dem Steuerberater gemäß Steuerberatungsgesetz keine Zulassung erteilt.  Die Berufshaftpflichtversicherung schützt vor Vermögensschäden und den damit einhergehenden Kosten, im Falle, dass der Steuerberater vom Mandanten aufgrund von Fehlberatung belangt wird.


Exzedentenversicherung

Die Exzedentenversicherung ist eine Zusatzversicherung im Bereich Vermögensschäden und Haftpflicht. Sie setzt eine Grundversicherung in der Vermögensschadenshaftpflicht (Berufshaftpflichtversicherung) voraus. Gerade für Steuerberater gehört die Exzedentenversicherung zu den wichtigen Versicherungen bei Vermögensschäden bei größeren Mandaten. Somit werden Differenzforderungen durch hohe Versicherungssummen kompensiert. Für den Steuerberater heißt dies, dass er in den meisten Fällen diese Zusatzversicherung beim gleichen Risikoträger abzuschließen hat,  der auch das Risiko der Berufshaftpflicht abdeckt.


Cyberversicherung

Als Steuerberater gehört der Umgang mit vertraulichen Daten zum tagtäglichen Geschäft, dass bedeutet diese Daten sind besonders schützenswert!

Bei der Cyberversicherung geht es dabei um Schäden im Zusammenhang mit unberechtigtem Datenzugriff.

Cyber-Attacken können z.B: Diebstahl, Missbrauch, Löschung, Verschlüsselung, Manipulation, Missbrauch oder unzulässige Veröffentlichung von gespeicherten Daten sein.


Straf-Rechtsschutzversicherung für Steuerberater

Die Beratung ist immer am Besten, wenn die Gesetze voll ausgereizt werden und das Maximum der steuerlichen Zulässigkeit erreicht ist.

Schnell wird dann gegen Steuerberater wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung oder leichtfertiger Steuer­verkürzung ermittelt.


private Berufsunfähigkeitsversicherung als Ergänzung zum Versorgungswerk

Die Absicherung der Arbeitskraft ist eines der wichtigsten abzusichernden Risiken, nicht nur mit Familie, bei Immobilienerwerb oder als Selbstständiger.

Die berufsständische Versorgung nur bei “absoluter Existenzvernichtung”
Damit könnte ein Freiberufler, der eine solche Rente bezieht, keine zusätzlichen Einkünfte mehr erzielen.

Ist irgendeine Tätigkeit noch in geringem Umfang möglich, besteht keine Leistungsanspruch! Es ist auch unerheblich, ob eine entsprechende Stelle aktuell angeboten wird, solange diese grundsätzlich am Arbeitsmarkt vorhanden ist. Die sogenannte Verweisung auf andere Tätigkeiten z.B.:

  • (gutachterliche) Tätigkeiten bei Versicherungen und Versorgungsträgern
  • journalistische Tätigkeiten
  • Erteilen von Fachkundeunterricht
  • Verbandstätigkeiten
  • Tätigkeiten in Lehre

Die Höhe der Rente reicht auch nicht aus! (bei längerer Zahlung des Höchstbeitrags zwischen 2.000 und 2.800 EUR) Für Berufseinsteiger fällt dieser Schutz meistens deutlich geringer aus!

Für die meisten Steuerberater ist – neben der geringen Wahrscheinlichkeit, die Kriterien zu erfüllen – somit auch die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente vom Versorgungswerk bei weitem nicht ausreichend, um ihren Lebensstandard zu halten und gleichzeitig ausreichend für die Altersvorsorge zu sparen.